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Perlen

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Mystisch, schlicht und schön - Perlen

"And the music of the pearl drifted to a whisper and disappeared"

John Steinbeck, The Pearl

Seit vielen Tausend Jahren werden Perlen wegen ihrer Schönheit und Seltenheit geschätzt. Im alten China, Indien, Ägypten, im antiken Rom, in der arabischen Welt, oder unter den Ureinwohnern Amerikas - Kulturen dieser Welt verehrten diese einzigartigen, natürlich gewachsenen Kostbarkeiten durch die Epochen hindurch.

Die Perle ist das einzige Schmuckstück, das in einem lebenden Organismus heran wächst. Sie formen sich in Austern und Weichtieren, in deren Fleisch sich ein Fremdkörper einnistet. Als Reaktion auf diesen Eindringling sondert die Muschel eine kristalline Substanz ab, die sich in vielen Schichten um den Fremdkörper schließt und die Perle formt. Wir nennen diese Substanz "Perlmutt".

Im Unterschied zum Diamanten unterliegt die Perle keinem klaren Schema, welches die Qualität bestimmt.
Es gibt allerdings zwei Systeme, die bei den Juwelieren weit verbreitet sind: Das A-AAA System und das A-D System (auch Tahitianisches System genannt, da es festgelegt wurde um Perlen aus Tahiti zu bewerten).
Das A-AAA System teilt Perlen auf einer Skala von A bis AAA ein, wobei AAA der höchsten Qualität entspricht.
Das A-D System teilt Perlen auf einer Skala von A bis D ein, wobei A der besten Qualität entspricht.

Doch wovon hängt die Qualität einer Perle ab?
Verschiedene Faktoren helfen dabei den Wert der Perle zu messen. Die Perlenart, die Stärke der Perlmuttschicht, der Lüster, die Makellosigkeit ihrer Oberfläche, ihre Form, die Farbe und die Größe.
Eine der wichtigsten Merkmale ist die Stärke des Perlmutts. Sie lässt abschätzen wie haltbar eine Perle ist. Je stärker die Schicht des Perlmutts, desto wertvoller die Perle.
Der Lüster einer Perle ist der Größenwert ihrer Brillanz und Reflektion. In einer qualitativ hochwertigen Perle sollte man sich spiegeln können, eine minderwertige Perle jedoch erscheint blass, matt und spiegelbildlos.
Auch die Form der Perle ist ein wichtiger Faktor um den Wert dieser zu bestimmen. Absolut runde Perlen sind sehr selten und deshalb sehr teuer.

Wussten Sie schon?

Kleopatra soll mit Marc Antonius eine Wette abgeschlossen haben, wer das teuerste Festessen aller Zeiten bereiten könne. Als Marc Antonius nur eine Schale Essig serviert wurde, vermutete er schon seinen Sieg. Als Kleopatra jedoch einen ihrer tropfenförmigen Perlohrringe (im Wert von 1,9 Mio. Unzen feinsten Silbers) darin versenkte, und die Schale mit der aufgelösten Perle trank, gab sich Marc Antonius geschlagen und verzichtete darauf, den zweiten Ohrring in Essig aufzulösen und zu trinken. (Alleine der Umstand, dass sich eine Perle in Essig jedoch nicht, oder nur sehr, sehr langsam auflösen würde, lässt uns ein wenig am Wahrheitsgehalt dieser Geschichte zweifeln.)


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